Salzwiesen – ein Lebensraum zwischen Wasser und Land

Normalerweise ist Salz für Pflanzen Gift. Die Salzwiesen-Pflanzen werden dagegen mit der ständigen Salzbelastung bewundernswert fertig. Salzwiesen bilden den Übergang zwischen Meer und Land. Aber wie entstehen diese Wiesen, die Flut und Ebbe ausgesetzt sind?

Das unbekannte Wesen – Kuh

Kühe* sind sicher die am häufigsten genannten und bekanntesten Nutztiere auf dem Bauernhof. Jedes Kind kennt sie schon von klein auf. Aber wie viel wissen wir über dieses Tier? Dass sie Wiederkäuer sind und somit mehrere Mägen haben – vielleicht. Aber wussten Sie, dass Rinder keine Zähne haben? Und sie ein Blickfeld von 300° abdecken können?

Bienentanz – kein reines Vergnügen

Bienen tanzen nicht aus Freude oder gar Übermut. Sie kommunizieren tanzend mit ihren Artgenossinnen. In erster Linie dient der Tanz Informationen über die Entfernung von Futterstellen, deren Qualität und Menge mitzuteilen. Tanz oder wiederkehrende Bewegungsabfolgen als Kommunikation einzusetzen, nutzen auch andere Lebewesen, aber so ausgeklügelt und variantenreich wie die Honigbiene tanzt kein anderes Tier.

Mutterkorn – Gift und Arznei

Im Mittelalter war noch nicht bekannt, dass fünf bis zehn Gramm Mutterkorn tödlich sind. Viele Menschen erlitten schwere Vergiftungen nach dem Genuss von Getreideprodukten und starben am sogenannten Antoniusfeuer. Heute sind Vergiftungen sehr selten, da neue Roggensorten weniger anfällig für den Pilz sind sowie Siebe und Scanner die Körner sorgfältig aussortieren.

Die Wildkatze ein stiller Rückeroberer

Raubtiere auf der Rückeroberung: Bär, Wolf und Luchs sind in Mitteleuropa wieder anzutreffen. Was in der Bevölkerung polarisiert und Debatten auslöst. Ganz ohne Medienresonanz haben die Bestände der Wildkatze zugenommen. Es hat Jahre gedauert, bis man dies überhaupt bemerkte.

Das Edelweiß und seine Rätsel

Das Edelweiß, Symbol der Alpen, ist begehrt und beliebt. Jeder meint die Geheimnisse der samtenen Pflanze zu kennen, aber der weiße Stern birgt viele Rätsel.

Schon die Römer liebten Narzissen

Die im Mai wild blühenden Narzissen verwandeln Grashänge in strahlendweisse, duftende Landschaften. So etwa in der Genferseeregion oberhalb von Vevey und Montreux. Dort erstreckt sich ein riesig weißer Teppich im Mai, der passenderweise auch Maischnee genannt. Ein Phänomen, das auch Ernest Hemingway beschrieben hat.

Maikäfer zum Nachtisch

An warmen Abenden im Mai und Juli sieht man Maikäfer wieder fliegen, sofern ein Flugjahr ist. Die Maikäfer beschwerten Bauern und Bevölkerung wegen ihrer Überzahl und Fresssucht immer wieder Kopfzerbrechen. Was Max und Moritz in Wilhelm Busch‘ Erzählungen mit den Käfern anstellten, ist jedoch heilig im Vergleich zu der Gerichtsverurteilung von Maikäfer im 14. Jahrhundert.

Singvögel inspirieren Komponisten

Die Musik von Vivaldi und Rameau, von Mozart bis Strawinsky und Messiaen macht hörbar, wie bedeutsam Vogelgesang als Inspirationsquelle für Komponisten seit jeher war. Aber wie vermögen Singvögel wie die Amsel überhaupt ein derartiges unglaublich reiches Potential an Stimme und Melodienreichtum zu entfalten?

Bärenstarke Pflanzen

Dass Baumwurzeln stark sind und Asphalt durchdringen können, ist vorstellbar. Aber wie schaffen es kleine, zarte Pflanzen Beton und Asphalt zu bezwingen? Der osmotische Druck ist die Wunderwaffe der Gänseblumen & Co.

Bald Bärlauchduft in der Luft?

Der Bärlauch gehört zu den ersten Frühlingspflanzen. Er liebt Buchenwälder und feuchte Gräben und profitiert von der Frühlingssonne, lange bevor die Buchen ihr hellgrünes Blätterkleid entfalten. Der Bärlauch ist für Mensch und Tier nach einem langen Winter das erste Grün und Chlorophyll.

Im März macht der Moorfrosch blau

Gibt es ein himmelblaues Tier? Ja, während der Paarungs- und Laichzeit im März legen sich die Moorfroschmännchen ein sehr auffälliges Kleid an: Sie sind dann für wenige Tage leuchtend himmelblau. Wirkt blau auf die Moorfroschweibchen besonders anziehend oder schreckt es die männlichen Rivalen ab?

Die Stechpalme ist keine Palme

Die Stechpalme gehört selbstverständlich nicht zu den echten Palmen. Die stechend spitzen Blattzähne der Blätter zusammen mit dem Brauch, dass Stechpalmenzweige an Palmsonntag Kirchen schmücken, gaben diesem giftigen Strauch oder Baum seinen Namen.

Der Fischotterpelz ist wie ein Reißverschluss

Wer kennt sie nicht; die verspielten eleganten Fischotter (Lutra lutra). Freilebend sind die pelzigen Jäger jedoch sehr selten zu beobachten. Ausser im Winter, da kann man ihre Anwesenheit anhand von Spuren im Schnee erkennen.

Nur im Winter sichtbar: Untersonnen

An kalten Wintertagen erblickt man unter bestimmten Bedingungen Untersonnen. Als Untersonnen wird eine aufrecht in der Luft schwebende Lichtsäule bezeichnet. Dieses Phänomen ist aber nur von erhöhten Standorten sichtbar und es muss kalt sein.

Fledermäuse und ihr Frostwarnmechanismus

Während der insektenarmen Winterzeit hält die Fledermaus Winterschlaf. Die Körperfunktionen werden dabei auf ein Minimum reduziert. Wird die Fledermaus in dieser Ruhephase gestört oder die Temperatur ihres Winterquartiers sinkt unter den Gefrierpunkt, verbraucht sie lebenswichtige Winterreserven.

Der Winter ist da, das Hermelin zieht den Wintermantel an

Die Überwinterungsstrategien im Tierreich sind vielfältig: erstarren, schlafen, wegfliegen. Wer der Kälte und dem Schnee an der Erdoberfläche trotzt, muss sich im wahrsten Sinne des Wortes warm einpacken. Beim Wechsel vom Sommer- zum Winterkleid ergreifen einige Tiere die Chance zur optischen Veränderung: sie werden weiß wie die winterliche Umgebung.

Besuch aus dem Norden

Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit schnattern und watscheln besonders viele Entenvögel an unseren Gewässern herum. Es handelt sich dabei um Arten die den Sommer im Norden verbringen und in den milderen mitteleuropäischen Zonen überwintern. Milde ist jedoch relativ – die winterlichen Wassertemperaturen sind auch hierzulande bei rund vier Grad Celsius frostig. Da fragt man sich: Wieso frieren Wasservögeln nicht die Füße ab?

Zeitlose Blüte

Blüht im November noch etwas? Die Herbstzeitlose macht den Abschluss der Blühsaison und erfreut uns mit ihren zarten rosaroten Blüten bis November. Sie ist aber nicht nur für ihre späte Blütezeit bekannt, sondern auch wegen ihrer hohen Giftkonzentration.

Im Herbst lohnt sich ein Gletscherausflug

Im Herbst ist das Farbenspiel in den Bergen traumhaft: der Himmel blau, die Berggipfel weiss, die Lärchen goldig. Besonders Gletscherbeobachtungen eignen sich in dieser Jahreszeit, da die Gletscher mehrheitlich schneefrei.

Was ist Torf?

Torf ist eine organische Ablagerung in Moorgebieten, die aus abgestorbenen, humifiziertem Pflanzenmaterial wie Moos, Wurzeln oder Blättern besteht. Bedingt durch die konstante Wassersättigung und den dadurch verursachten Sauerstoffmangel ist ein vollkommener Abbau der Totsubstanzen nicht möglich – sie vermodern oder vertorfen. Torfanhäufungen sind die wichtigsten Kennzeichnen eines Moors und unterscheiden sich grundlegend vom Sumpf.

Was ist ein Hexenring?

Ein Hexenring oder Feenring ist eine kreisförmige Ausbreitung von Pilzen. Die Bezeichnung Hexenring geht auf Erklärungsversuche des Mittelalters zurück, die in den ringförmig angeordneten Pilzen einen nächtlichen Versammlungsplatz von Hexen und anderen „Schwammgeistern“ vermutet haben. Diese Pilzreigen, so faszinierend sie auch erscheinen mögen, haben aber nichts mit Hexerei zu tun.

Erntezeit für die Haselmaus

Nur 15 bis 40 Gramm wiegt die kleine Haselmaus (Muscardinus avellanarius) aus der Familie der Siebenschläfer. Dass sie kaum zu beobachten ist, hat aber nicht nur mit ihrer Größe zu tun. Sie ist außerdem in der Nacht aktiv, lebt sehr versteckt in Mischwäldern mit vielen Büschen und ist leider durch die Zerstückelung der Lebensräume selten geworden.

Blüten und ihre Besucher

Ist der Nektar in einer komplizierten Blütenform versteckt, benehmen sich Käfer im Vergleich zu Bienen oft unmanierlich. Solche Blüten sehen nach einem Käferbesuch mitgenommen aus. Gegen solche Grobiane weiß sich die Natur aber zu helfen.

Essig und Rasierschaum helfen bei Quallenkontakt

Angelockt vom warmen Wasser treiben Quallen im Hochsommer ihr Unheil in Küstennähe des Mittelmeeres sowie in Süßwassergewässern. Zwangsläufig kommt es zu Zusammenstößen zwischen Mensch und Qualle. Was tun, wenn man mit einer Qualle in Kontakt geraten ist?

Was machen Igel in der Nacht?

Andrew Rix hat mit einer speziellen Kamera ein eindruckliches Video über Igel und ihre nächtliche Aktivitäten gedreht. Solche Beiträge sind wichtig, um den Erhalt der Igel zu sichern. Denn: jeder Igel zählt.

Mauereidechsen bevölkern die Stadt

In der Stadt lauern hinter Steinen und Büschen Lebewesen, die viele nicht erwarten. Eidechsen sonnen sich neben Badegästen, im Bahnhofareal und schauen neugierig aus ihren Verstecken heraus. Die kleinen Reptilien kommen vor allem bei sonnigem Wetter aus dem Gebüsch hervor.

Wolkenfahnen am Berggipfel verheißen gutes Wetter

Der Himmel ist wolkenlos, die Kamera mit dabei, nur das Sujet – der Berggipfel – hüllt sich in Wolken. Ärgerlich ist dies insbesondere für Touristen die weit angereist sind. Dieses Naturphänomen ist oft zu beobachten, besonders häufig am Matterhorn, dem wohl beliebtesten Gipfel in der Schweiz.

Der Klatschmohn am Wegrand

Im frühen Sommer sieht man die leuchtend roten Blüten des Klatschmohns schon von weitem. Die knallroten Blütentupfer sind auffällige Erscheinungen in der Landschaft und gehören wie das Blau der Kornblume zu einem wogenden Kornfeld. Als Begleiter des Korns wird der Klatschmohn heutzutage aber immer mehr verdrängt.

Der Wolf steht wieder einmal im Rampenlicht der Medien

Der Alpsommer hat begonnen und somit auch die Sorge um die sömmernden Schafherden. Die Rückkehr des Wolfes in die Schweizer Grenzkantone wird hitzig diskutiert, vor allem wenn sich Naturschützer und Jäger oder Schafhalter gegenübersitzen. War das Verhältnis zwischen Wolf und Mensch schon immer schwierig?

Gut gepolstert gegen Unwetter

Auf den Berggipfeln liegt noch Schnee, der Frühling breitet sich dieses Jahr besonders langsam von unten nach oben aus. Die Zwergwuchspflanzen leiden glücklicherweise nicht darunter. Ihre Strategie möglichst gedrungen zu sein, zeigt nur positive Effekte.

Libellen heben zum Jungfernflug ab

Die Schlüpfsaison verschiedener Libellen steht an. Je nach Witterung beginnt die Saison im April und Mai. Mit etwas Glück kann man Libellen jetzt beim Schlüpfen zusehen und den sogenannten Jungfernflug bestaunen.

Es wird eng auf dem Lummenfelsen

Helgoland ist ein Vogelparadies. Die rote Westklippe Helgolands ist Deutschlands einziger Seevogelfels, der in den Wintermonaten ziemlich verlassen ist. Im Frühling ändert sich das Bild gewaltet: Tausende Brutpaare von Dreizehenmöwen, Trottellummen, Tordalken sowie Basstölpeln besiedeln den Felsen – da kann es rasch zu einem Gedränge kommen.

Futtermangel treibt Wildtiere in Städte und Dörfer

Der lange Winter und der frostige Frühling in Zentraleuropa machen nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren zu schaffen. Vor allem die Wildtiere im Wald haben gerade große Schwierigkeiten bei der Nahrungssuche. Da stellt sich die Frage: Füttern ja oder nein?

Leberblümchen, Veilchen & Co

Bevor sich das Blätterdach in den Wäldern schließt, ist für viele krautige Pflanzen der ideale Zeitpunkt zum Blühen gekommen. Leberblümchen, Buschwindröschen, Waldveilchen, Bärlauch und Aronstab haben während ihrer kurzen Blütezeit eine einzigartige, ökologische Nische gefunden.

Ein Fuchswurf – verschiedene Väter

Die Paarungszeit der Füchse, die sogenannte Ranzzeit, geht in den nächsten Tagen zu Ende. Sie dauert in der Regel von Januar bis Anfang März. Je nach Sozialstruktur der Fuchspopulation paaren sich der Rüde und die Fähe mit mehreren Partnern. Es kann daher vorkommen, dass ein Wurf Jungfüchse verschiedene Väter haben.

Im Schutze des Schilfrohrs

Wenn im Winter die Unterhölzer ohne Laub dastehen, bieten die breiten Schilfblätter an Gewässern auch in der Winterzeit Versteckmöglichkeiten und damit einen guten Schutz vor Feinden sowie einen gewissen Witterungsschutz. Schilf kann aber noch mehr: Es spielt eine bedeutende Rolle bei natürlichen Verlandungsprozessen und der biologischen Abwasserreinigung.

Geburtshelferkröte – kleiner Froschlurch in Bedrängnis

Die Geburtshelferkröte wurde von der Pro Natura Schweiz zum Tier des Jahres erkoren. Der kleine Froschlurch gerät in Bedrängnis; sein Lebensraum schwindet von Jahr zu Jahr. Die Ernennung zum Tier des Jahres soll die Öffentlichkeit alarmieren.

Efeu – der Klettermeister unter den Pflanzen

Irrtümlicherweise geht man manchmal beim Efeu von einer Parasit-Wirt-Beziehung aus. Der Efeu ernährt sich aber nicht vom Baum, sondern benötigt ihn einzig als Klettergerüst. Findet der Efeu keine vertikale Klettergelegenheit, wächst er horizontal und verankert sich im Boden.

Rotkehlchen – auch im Winter in Gesangsstimmung

Wer singt denn da im Winter? Nicht alle Singvögel sind abgereist. Einige Rotkehlchen sind hier geblieben und verteidigen ihr Revier mit Gesang. Bei klirrender Kälte kann es dem Rotkehlchen regelrecht aus der Kehle dampfen.

Flora Helvetica goes mobile

Diesen Monat ausnahmsweise weder Tier noch Pflanze des Montas, sondern, wenn man es so nennen darf, Produkt des Monats.

Die neue Flora Helvetica App enthält alle Inhalte des Buches,

Wuchernde Pflanzengallen

Jedem wachsamen Naturfreund sind die auffälligen Wucherungen an Pflanzen bestimmt schon einmal aufgefallen. Gallen werden diese Abnormalitäten genannt. Besonders anfällig für Gallen sind Eichen, Buchen oder auch Rosen. Kaum vorstellbar, aber über Gallen könnte man Bände schreiben. Nicht nur die Formenvielfalt ist interessant, sondern auch wer für die Gallbildung verantwortlich ist oder welchen Nutzen Gallen erbringen.

Hirsche im Röhrduell

Wenn die Blätter fallen, die Zugvögel weg sind, der erste Schnee in der Luft liegt und Nebelschwaden über Land und Wald ziehen, dann kämpfen die Hirschen wieder um die Gunst der Hirschkühe – und dies lautstark.

Eiben und ihr herbstlicher Schmuck

Eiben werden extrem alt, wachsen jedoch sehr langsam, was ihnen auch zum Verhängnis wird. Die Jungbäume werden von Rehen regelrecht abgeäst. Da hilft auch das Gift der Eiben nichts; Wiederkäuer wie Rehen sind immun dagegen. Vögel sind der Eibe wohlgesinnter und sorgen für die Ausbreitung der Eibensamen, vor allem im Herbst, wenn sich der Samenmantel (Arillus) rot verfärbt.

Eichhörnchen – die Nussknacker sind unterwegs

Wenn der Schwanz der Eichhörnchen buschiger wird und an den Ohren putzige Pinsel wachsen, dann ist für die flinken Nager auch die Vorratszeit angebrochen. In Parkanlagen und Wäldern kann man die teils zutraulichen Tierchen gut beobachten wie sie Nüsse und Samen sammeln und verstecken. Ob sie all die angelegten Futtervorräte im Winter wieder finden?

Die Eule – ein spezieller Kauz

Die Eule ist ein spezieller Vogel. Markant sind ihr Äußeres und ihr Ruf. In manchen Kulturen überbringt sie gute, in anderen schlechte Nachrichten. Hierzulande als weise und klug angesehen, gilt sie in Indien als dumm. Aber nur in der deutschen Sprache gibt es die Unterscheidung „Eule“ und „Kauz“. Als Eulen werden die größeren Vögel mit heulendem Ruf bezeichnet. Der Kauz ist kleiner und rundlicher. Sein Ruf ist markanter und kürzer.

Welche Farben hat ein Regenbogen?

Seit Newton wissen wir, dass Sonnenlicht nicht weiß ist, sondern sich aus verschiedenen Farben zusammensetzt. Natürliche Regenbögen entstehen häufig am späten Nachmittag nach einem Wärmegewitter. Bedingt durch die unterschiedlichen Wellenlängen der Strahlen sind je nach Tageszeit mehr oder weniger Farben sichtbar.

Frag die Blumenuhr nach der Uhrzeit

Wie spät ist es? Nicht nur ein Blick auf die Rolex oder Kirchenuhr verrät die Zeit. Öffnet der Klatschmohn seine Blüten, ist es 5 Uhr. Die Margerite gehört nicht zu den Frühaufstehern unter den Pflanzen und blüht erst um 9 Uhr und die Nachtkerze mit Blütenöffnungszeit um 20 Uhr ist definitiv ein Langschläfer. Pflanzen arrangiert zu Blumenuhren, verlockende Idee, wie zuverlässig sind aber diese Zeitangeber?

Das Glühwürmchen – ein poetisches Insekt

Ein besonders interessantes Nachttier ist das Glühwürmchen oder treffender der Leuchtkäfer, denn mit einem Wurm hat das Insekt nichts am Hut. Sie leuchten effizienter als jede Sparlampe, einmal ausgewachsen, leben sie von Luft und Liebe und opfern sich für ihre einzige Liebesnacht.

Holunder als Sirup, zum Haarfärben und gegen Blitzeinschlag

Wann genau fängt der Sommer an? Der Deutsche Wetterdienst richtet sich beispielsweise nach ausgewählten Zeigerpflanzen des phänologischen Kalenders. Und dort ist nachzulesen: Der Sommer beginnt mit der Holunderblüten. Der frische, fruchtige Duft ist unverwechselbar und liegt zum Sommeranfang über Gärten und Gehölz. Aber nicht nur der Duft lässt das Herz von Holunderfans höher schlagen.

Alpensalamander sind anders

Alpensalamander sind scheue Gesellen, die man selten zu Gesicht bekommt. Außer es ist feucht und gewitterig wie an den letzten Tagen, dann sind sie gar in Scharen auf Wanderschaft. Mit etwas Glück, kann man im Juni die schwarzglänzenden Amphibien sogar bei der Paarung beobachten.

Die Raupen auf Raubzug

Freuen wir uns im Sommer über die prächtigen Schmetterlinge, die von Blüte zu Blüte tanzen, verursachen die Raupen während den Fressmonaten auch Unmut. Das Raupenstadium ist das eigentliche Fressstadium des Schmetterlings. Manche Schmetterlinge fressen sogar nur während des Raupendaseins.

Essbare Alpenpflanzen – eine Delikatesse

Sobald die Schneeschmelze im Frühjahr einsetzt, beginnt bereits die Blüte der ersten Alpenpflanzen. Fast zeitgleich beginnt die Wandersaison. Unterwegs in den Bergen kommt man an vielen Pflanzen vorbei, die sich als Gewürz oder Salatblatt eignen.

Ein Phänomen – Blutschnee

Schnee auf Gletschern oder Mulden ist im Frühling manchmal rötlich gefärbt. Solche Verfärbung auf Eis und Schnee fallen schon von Weitem auf. Was ist der Grund hierfür? Gletscherflöhe sind schwarz und können in Massen schwarze Verfärbungen bilden. Verfärben sich die Flöhe im Frühling etwa rot?

Die kurze, intensive Saison der Murmeltiere

Im April verlassen normalerweise die Murmeltiere zum ersten Mal ihren Bau. Der angefressene Winterspeck ist aufgebraucht. Nur wenige Monate müssen reichen, sich um Nachwuchs und nächste Winterreserve zu kümmern. Die zunehmende Wärme im Alpenraum erschwert dem Nagetier nach und nach die nötigen Fettreserven anzufressen.

Alle Vögel sind schon da

Die Sommervögel kehren im Verlauf des Frühlings aus ihren Winterquartieren zurück – auch die Nachtigall wird in der ersten Aprilhälfte erwartet. Berühmt ist die Nachtigall durch ihren Gesang und fand deswegen Verewigung in Oper und Literatur. Auch wenn fast jeder von ihren Gesangsqualitäten gehört hat, erkennen nur wenige das Lied des Meistersingers.

Der Aronstab und seine geniale Bestäubungsfalle

Die Laubbäume sind noch kahl; das Licht der Frühlingssonne dringt problemlos bis auf den Waldbogen vor und treibt Veilchen, Bärlauch, Leberblümchen und Aronstab zu Blüten. Der Aronstab setzt bei der Befruchtung auf Aasgeruch und dies erfolgreich.

Krokus – Farbenspiele im Frühjahr

Endlich Farbe! Ein Krokus hat genau das, wonach wir uns nach den langen Wintermonaten so sehr sehnen. Gartenkrokusse tragen Namen wie „Blue Pearl“, „Moonlight“ oder „Ruby Giant“. Dabei ist ein Krokus nun wirklich kein Riese. Seine Artenvielfalt ist dagegen beachtlich. Frühlingskrokuse bringen Farbe in die Gärten und Herbstkrokuse Safran in die Küche.

Die Erdkröte ist Lurch des Jahres 2012

Die Erdkröte (Bufo bufo) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zum Lurch des Jahres 2012 gewählt. Schon früh im Jahr werden Erdkröten aktiv. Die Hauptwanderung zum Laichgewässer beginnt oft schon Ende Februar.

Welche Knospe gehört zu welchem Baum?

Bäume und Sträucher betrachten kann auch im Winter spannend sein. Zur Baumbestimmung im Winter lassen sich neben Rinde auch Knospen nutzen. Die Ausprägung der Knospen ist sehr vielfältig. Geübte Botaniker können einen Baum oder Strauch alleine aufgrund der Knospe bestimmen. Ein Versuch lohnt sich: Welche Knospe gehört zu welchem Baum?

Zitronenfalter und ihr Frostschutzmittel

Die meisten Schmetterlinge überwintern als Raupe oder Puppe. Nur ganz wenige Arten halten einen Winterschlaf. Zu den kälteresistentesten gehört der Zitronenfalter. Er ist besonders widerstandsfähig und überlebt harte Winter praktisch ungeschützt. Wie das geht? Die Natur hat ihn mit einem speziellen Forstschutzmittel ausgerüstet.

Misteln – der Weihnachtsschmuck der Laubbäume

Die Mistel ist in vieler Hinsicht eine spezielle Pflanze. Kaum verwunderlich, dass sie eine große Rolle in Brauchtum, Volksglauben und Volksmedizin spielt. Besonders eigentümlich sieht die Mistel im Winter an Laubbäumen aus, wo sie sich als immergrüner Busch vom kahlen Geäst abhebt. Ihre weißlichen Früchte muten an Perlen oder gar kleine Weihnachtskugeln an.

Feldhase wo bist du?

Der Feldhase ist ein Meister der Tarnung. Im Winter ist sein Fell dichter, länger und heller. Regungslos verharrt er in Mulden, lässt sich einschneien und ist dann so gut wie unsichtbar. Unverkennbar sind seine Spuren im Schnee: zwei größere Pfotenabdrücke vorne und zwei kleinere hinten. Es lohnt sich auf die Suche nach Feldhasenspuren zu machen, wenn es nachts geschneit hat.

Die Herbstfärbung der Laubbäume ist alles andere als ein Modegag

Bevor der Winter Einzug hält, präsentieren sich viele Pflanzen noch einmal von ihrer besonders schönen Seite. Die Blätter verfärben sich, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen allmählich sinken. Grün kommt dann aus der Mode. Dafür zeigen sich Gärten, Parks und Wälder in Gelb, Orange und Rot.

Weinbergschnecken vergraben und verschließen sich

Schnecken gehören zu den Tieren, die jedermann kennt. Die sprichwörtlich langsamen Tiere mit dem gewundenen Häuschen begegnen uns nach jedem Regen. Das Wissen der meisten Menschen über Schnecken beschränkt sich jedoch. Wie überwintern zum Beispiel diese Kriechtiere?

Maronis fallen von den Bäumen

Fallen die ersten Kastanien vom Baum – ist der Herbst voll im Gang. Die Erntezeit der Esskastanien ist zwischen September und November. Dann platzen die stacheligen Fruchtbecher auf und geben die Nüsse frei.

Biber rüstet sich für den Winter

Im Herbst fällt der Biber Baum um Baum. Er hält keinen Winterschlaf und muss deshalb auch im Winter genügend Nahrung vorrätig haben. Vor dem Eingang des Biberbaus lagert der fleissige Nager Äste und Zweige – sein Notvorrat. Gefriert die Teichoberfläche im Winter kann er die Äste unter dem Eis erreichen.

Beifuß-Ambrosia auf Vormarsch

Ambrosia heißt Speise der Götter. Der griechischen Mythologie nach verleiht ihr Genuss Unsterblichkeit. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus: Bereits wenige Pollenkörner der aus Nordamerika stammenden Beifuß-Ambrosia können eine Allergie mit Heuschnupfen und häufig auch schweres Asthma auslösen.

Reiseaufbruch ins Winterquartier Afrika

Heiße Tage im Spätsommer, bedeutet Abflug ins Winterquartier Afrika für die Störche. Die Jungstörche fliegen meistens früher los als ihre Eltern. Mit Hilfe eines inneren „Kompasses“ finden sie den Weg nach Afrika ohne Führung. In den letzten Tagen sind vielerorts größere Storchenzüge am Himmel gesichtet worden.

Es duftet so herrlich nach Heu

Weshalb duftet Heu so aromatisch? Cumarin heißt der Inhaltsstoff, der frischem Heu seinen eigentümlichen, angenehm würzigen Geruch verleiht. Cumarin ist im Ruchgras wie auch im Waldmeister und Kassiazimt enthalten. Früher wurden Getränke und Schnupftabak mit Ruchgras aromatisiert. In größeren Mengen ist Cumarin jedoch gesundheitsgefährdend.

2011 – Jahr der Fledermaus

2011 stehen die Fledermäuse als eine besonders gefährdete Tiergruppe im Zentrum des Interesses. Die fliegenden Säugetiere leben als Nachbarn in Haus und Garten und sind auf Verständnis und Akzeptanz der Menschen angewiesen. Das Motto der Kampagne „Together with bats“ soll dieses Zusammenleben fördern.

Nachtkerzen – der Evening Star

So schnell wie die Nachtkerze ist keine andere europäische Pflanze: Die Blüten öffnen sich innerhalb weniger Minuten in der Dämmerzeit. Anfangs sind sie meist geruchlos, nach vollständigem Öffnen aber wird ihr Duft intensiv süßlich, so dass er häufig als aufdringlich und fast stinkend empfunden wird. Nicht so für den Nachtfalter, der liebt die Nachtkerze und ist ein gern gesehener Sommergast.

Die Honigbiene hat den Frühling verschlafen

Dieser Frühling war außergewöhnlich warm und trocken. Die Pflanzenwelt reagierte prompt darauf und erwachte früh aus dem Winterschlaf. Die Blumen blühten in voller Pracht, die Borkenkäfer trieben ihr Unwesen. Nur die Honigbiene beeindruckte dieses frühlingshafte Treiben wenig und schlief weiter.

Gräserpollen in der Luft

Die Allergiker und Allergikerinnen müssen noch ein paar Monate durchhalten. Die Pollenhochsaison der Hasel und Birke sind vorüber. Im Spätfrühling beginnen nun die Gräser zu blühen, allen voran die Knäuelgräser. Das Knäuelgras gehört neben Roggen, Lieschgras und anderen zu den wichtigsten Heuschnupfen-Gräsern Europas.

Rehkitze nicht anfassen!

Rehkitze kommen im Mai und Juni zur Welt. Da sie erst ab etwa der vierten Lebenswoche ihrer Mutter folgen, sind in waldnahen Wiesen besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Mähmaschinen und Hunde sind bekannte Feinde der scheuen Kitze. Aber auch Menschen, die die Rehkitze aus der Gefahrenzone des hohen Grases entfernen möchten, handeln fatal, indem sie die Jungtiere nur schon berühren.

April: Glückskäfer im Anflug

Frühjahr ist Flugzeit der Marienkäfer. Käfer mit sieben Punkten werden als gern gesehene Nützlinge begrüßt. Tauchen ihre asiatischen Vettern mit 19 Punkten auf, werden sie als Schädlinge beschimpft

April: Verkanntes Wildkraut

Schon kleine Kinder kennen den Löwenzahn und freuen sich an den lustigen Pusteblumen. Auf fast jeder Wiese steht er, und nur wenige wissen, dass er eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze ist.

März: Die Zecken sind wieder aktiv

Mit dem Frühling kommen auch die Zecken zurück. Die blutsaugenden Spinnentiere sind nicht nur lästig, sondern können auch verschiedene Krankheiten übertragen. Die wichtigsten sind die Borreliose und die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Man kann sich nicht komplett vor Zeckenbissen schützen, aber einige nützliche Tipps reichen, um möglichst zeckenfrei durch die Saison zu kommen.

März: Die Igel sind los

Kaum aus dem Winterschlaf erwacht, frisst sich der Igel wieder Fettreserven an. Die gepflegte Urbanität bietet allerdings wenig Nahrung und Schutz. Auf der Suche nach Futter überquert der Igel nicht selten Strassen, wo er leider häufig unter die Räder kommt.