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Die Herbstfärbung der Laubbäume ist alles andere als ein Modegag


© wikipedia - Hans Bernhard

Bevor der Winter Einzug hält, präsentieren sich viele Pflanzen noch einmal von ihrer besonders schönen Seite. Die Blätter verfärben sich, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen allmählich sinken. Grün kommt dann aus der Mode. Dafür zeigen sich Gärten, Parks und Wälder in Gelb, Orange und Rot.

Die Laubbäume in unseren Breiten werfen im Herbst die Blätter ab, um sich auf den winterlichen Wassermangel einzurichten. Über ihre Blätter verdunsten sie nämlich ständig einen großen Teil Wasser, das sie über die Wurzeln aufsaugen.  Die Pflanzen würden langsam austrocknen, wenn sie nicht die “geniale Idee” gehabt hätten, sich einfach ihrer Blätter zu entledigen und dadurch die Wasserabgabe wirksam zu stoppen.

Der Blattabwurf ist nicht nur ein wirksamer Verdunstungsschutz, sondern hat noch weitere Vorteile für die Pflanzen: Er entsorgt giftige Stoffwechsel-Endprodukte und – heutzutage besonders von Bedeutung – gespeicherte Umweltgifte. Auch halten kahle Bäume der Schneelast besser stand. Außerdem sichert der Laubfall den im Frühling austreibenden Knospen ausreichend Licht für ihre Entwicklung.