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Leberblümchen, Veilchen & Co

© Fotocommunity - Uwe Vollmann

Bevor sich das Blätterdach in den Wäldern schließt, ist für viele krautige Pflanzen der ideale Zeitpunkt zum Blühen gekommen. Leberblümchen, Buschwindröschen, Waldveilchen, Bärlauch und Aronstab haben während ihrer kurzen Blütezeit eine einzigartige, ökologische Nische gefunden.

Dieser Auftakt der Vegetationszeit setzt in der Krautschicht stets früher ein als bei den Bäumen. In Bodennähe kann es an einem sonnigen Frühlingstag ohne Weiteres bereits 20 °C sein und somit ein Vielfaches wärmer als auf Baum- und Strauchhöhe. Diese Wärme beschleunigt die Entwicklung der Frühblütler. In kurzer Zeit grünt und blüht der Waldboden.

Allen voran blüht meist das Buschwindröschen; rasch gesellen sich weitere Frühblüher hinzu: Waldveilchen, Lerchensporn, Leberblümchen oder Scharbockskraut. In keiner anderen Jahreszeit steht die Krautschicht des Waldes in solch üppiger Blüte. Von den Blüten und dem hellen Frühlingslicht angelockt, sind jetzt auch zahlreiche Insekten im Wald unterwegs.

Wenn bei den Waldbäumen das Laub ausschlägt, verändern sich die Lebensbedingungen der Krautschicht gewaltig. Schlagartig wandeln sich die Lichtverhältnisse: wo Licht war, wird es schattig. Bald schwindet der Blütenflor und das reine Blattgrün der Bäume dominiert die Waldszenerie. Auch das Summen und Surren der Bienen und Fliegen nimmt ab.

 

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