Maronis fallen von den Bäumen

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Fallen die ersten Kastanien vom Baum – ist der Herbst voll im Gang. Die Erntezeit der Esskastanien ist zwischen September und November. Dann platzen die stacheligen Fruchtbecher auf und geben die Nüsse frei.

Mancherorts heißen sie Maroni, anderswo Chestenen, aber eins stimmt immer: wo der Wein gedeiht, gedeiht auch die Edelkastanie. Die Römer brachten mit dem Wein auch die edlen Kastanien in nördlichere Gefilde. Es gibt übrigens einen Unterschied zwischen Maroni und Kastanien: Maronen sind größer, milder im Geschmack als Esskastanien und herzförmig.

Neben den Vitaminen B, C, E und Folsäure weisen die Maroni auch wesentliche Mengen an Kalium, Magnesium und Phosphor auf und sind glutenfrei. „Maroni sind gut für die Nerven“ sagten die Leute früher. Aufgrund des hohen Stärkegehaltes wurden die Maroni früher auch zu Mehl gemahlen und zu Brot verarbeitet – „das Brot der Armen“. Auch in der Küche findet die Esskastanie ihren Platz. Man kann sie braten, trocknen, kochen, pürieren, glasieren, kandieren und konservieren.

Wer mehr über Kastanien erfahren möchte: Fully, ein Dorf im Unterwallis, feiert am 15. und 16. Oktober 2011 das traditionelle Kastanienfest. 7 Tonnen Maronis werden gebraten und rund 35‘000 Besucher erwartet. Ein Lehrpfad zeigt, wie wichtig die Kastanien früher für die Ernährung waren.