SommerSommerAuf der WieseNatur im JahreslaufTier/Pflanze des Monats

Das Glühwürmchen – ein poetisches Insekt

© Wofl~commonswiki, Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0 DE)

Ein besonders interessantes Nachttier ist das Glühwürmchen oder treffender der Leuchtkäfer, denn mit einem Wurm hat das Insekt nichts am Hut. Sie leuchten effizienter als jede Sparlampe, einmal ausgewachsen, leben sie von Luft und Liebe und opfern sich für ihre einzige Liebesnacht.

Die „Leuchtzeit“ der Glühwürmchen ist im Juni und Juli, vor allem um den Johannistag (24. Juni), deshalb nennt man sie auch Johanniswürmchen. Nicht jedes Glühwürmchen leuchtet oder fliegt. Je nach Art leuchtet nur das Weibchen oder nur das Männchen ist flugfähig. Einige Leuchtkäfer strahlen ein hellgrünliches Dauerlicht aus, andere blinken ihre Balzbotschaften.

Aber warum blinkt und strahlt das Insekt? In den meisten Fällen bedeutet das Leuchtsignal: ich bin bereit zur Fortpflanzung, wo bist du? Nach erfolgter Paarung und Eiablage sterben die Glühwürmchen. Nach der Paarungszeit sind somit auch keine leuchtenden Balzreigen mehr zu beobachten.

Und wie funktioniert das Leuchten? Leuchtkäfer sind Biolumineszenz fähig. Ihre Zellen erzeugen eigenständiges Licht, das durch die Reaktion von zwei Stoffen (Luciferin und Luciferase) erzeugt wird.  Das unterscheidet sie von anderen Tieren, die nur die Kunst der Phosphoreszenz und Fluoreszenz beherrschen. Damit das Lämpchen angeht, müssen sie nicht erst von der Sonne aufgeladen oder angestrahlt werden. Etwas, was kein anderes an Land lebendes Tier als das Glühwürmchen kann.