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Die Honigbiene hat den Frühling verschlafen

© Chas Redmond, Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Dieser Frühling war außergewöhnlich warm und trocken. Die Pflanzenwelt reagierte prompt darauf und erwachte früh aus dem Winterschlaf. Die Blumen blühten in voller Pracht, die Borkenkäfer trieben ihr Unwesen. Nur die Honigbiene beeindruckte dieses frühlingshafte Treiben wenig und schlief weiter.

Forscher haben nachgewiesen, dass der europäische Frühling infolge des Klimawandels alle zehn Jahre 2,5 Tage früher beginnt. Die Natur reagiert auf diese klimatischen Veränderungen, außer die Honigbiene, die lässt die steigenden Temperaturen kalt. Bienenforscher beobachten ein zunehmendes Auseinanderdriften zwischen Temperatur und Flugaktivität. Weshalb die Honigbiene nicht auf die früh steigenden Temperaturen reagiert, versuchen Bienenforscher herauszufinden.

Verschiedene Faktoren sind entscheidend, damit sich ein Bienenvolk teilt und ausschwärmt. Das Wetter muss über mehrere Wochen mild sein; die Bienen müssen fit sein; und sie müssen sich gut vermehrt haben, so dass der Bienenstock zu eng wird. Dann muss es am Ausflugstag nur noch sonnig und warm sein und dann schwärmen sie – die Bienen. Wird ein schwärmendes Bienenvolk entdeckt, kann dies auf Klimabiene gemeldet werden. Weitere Infos rund um die Bienen, Imkerei und Honigerzeugnisse gibt es bei der Bienenwelt.