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Nachtkerzen – der Evening Star

© Enrico Blasutto, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

So schnell wie die Nachtkerze ist keine andere europäische Pflanze: Die Blüten öffnen sich innerhalb weniger Minuten in der Dämmerzeit. Anfangs sind sie meist geruchlos, nach vollständigem Öffnen aber wird ihr Duft intensiv süßlich, so dass er häufig als aufdringlich und fast stinkend empfunden wird. Nicht so für den Nachtfalter, der liebt die Nachtkerze und ist ein gern gesehener Sommergast.

Die gewöhnliche Nachtkerze war ursprünglich in Nordamerika heimisch. Dort ist sie über den ganzen Kontinent verbreitet und war auch als Heilpflanze geschätzt. Im 17. Jahrhundert gelangte die Nachtkerze nach Europa. Es gibt Arten mit gelben, roten und weißen Blüten.

Schon die peruanischen und chilenischen Indianer nutzten die Nachtkerze als wundheilendes Mittel bei Verletzungen und Prellungen sowie bei Magenverstimmungen und Nierenreizungen. Die Nachtkerze wird deshalb in Südamerika auch chupa-sangre („Bluttrinker“) genannt. Aus den reifen Samen der Nachtkerze wird mit Ölpressen ein fettes Öl gewonnen. Insbesondere bei der Therapie der Neurodermitis sind mit Nachtkerzenöl große Erfolge zu erzielen.

 

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