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Hirsche im Röhrduell

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Wenn die Blätter fallen, die Zugvögel weg sind, der erste Schnee in der Luft liegt und Nebelschwaden über Land und Wald ziehen, dann kämpfen die Hirschen wieder um die Gunst der Hirschkühe – und dies lautstark.

Der König des Waldes demonstriert mit seinem tiefen, bedrohlichen Röhren nicht nur seine Paarungsbereitschaft. Er verteidigt unüberhörbar seine Position als Platzhirsch eines Hirschkuhrudels. Lässt sich ein Nebenbuhler von dieser Drohgebärde nicht beeindrucken, nimmt der Boss das Duell an und verteidigt vehement sein Harem. Die Kontrahenten gehen zuerst langsam aufeinander zu. Oft kommt es dabei zum sogenannten Parallelgehen. Dabei schreiten die beiden Stiere nebeneinanderher und zeigen sich ihre Breitseite und schlagen ihre Geweihe aneinander. Ist der Herausforderer von diesem Imponiergehabe nicht eingeschüchtert, wird der Kampf ernst.

Mit Wucht knallen die beiden Hirsche ihre Geweihe gegeneinander. Ineinander verhakt stoßen und schieben sich die beiden Kämpfer. Verletzungen sind nicht das Ziel, sind aber nicht immer vermeidbar. Geweihstärke, Gewicht, Körpergröße, Erfahrung und Ausdauer sind letztlich entscheidend, wer als Sieger aus dem Duell scheidet. Ein solcher Kampf ist sehr Kräfte raubend. Bis zu 20 Kilogramm kann ein Hirschstier während eines Kampfes verlieren. Vor der Brunftzeit heißt die Devise: Energie tanken. Zurückgezogen verbringen die Stiere den ganzen Tag mit Fressen und Schlafen.

 

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