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Fledermäuse und ihr Frostwarnmechanismus

Eine Langohrfledermaus richtet sich ein Winterquartier in einer Mauerritze ein. Die langen Ohren werden unter die Flughaut gelegt.

© wikipedia (CC BY-SA 3.0) - Guido Gehrings

 

Der Winterschläfer verwandelt sich – vereinfacht ausgedrückt – im Herbst von einem gleichwarmen Tier in ein wechselwarmes Tier. Die Körpertemperatur passt sich dabei an die Umgebungstemperatur an. Während dieser Zeit verlangsamen sich Atmung und Herzschlag und der Körper der Fledermäuse ist steif und klamm. Um wegfliegen zu können oder in ein anderes Versteck zu kriechen, muss zuerst der Körper aufgewärmt werden, was ein großer Energieverbrauch verursacht. Während einer Stunde Wachphase wird etwa gleich viel Energie verbraucht wie während mehrerer Tage Winterschlaf.

Die Fledermaus verbraucht aber nicht nur unnötig viel Energie, wenn sie aus der Winterruhe gerissen wird, sondern auch wenn die Temperatur des Winterquartiers über längere Zeit unter den Gefrierpunkt sinkt. In diesem Fall muss die Körpertemperatur durch gezielte Fettverbrennung erhalten werden. Bevor es kritisch wird und die Fettreserven zu stark abgebaut werden, weckt ein Alarmmechanismus die Tiere auf. Siemüssen dann so schnell wie möglich ein besser geschütztes Winterversteck suchen.

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