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Holunder als Sirup, zum Haarfärben und gegen Blitzeinschlag

Blütenstände des schwarzen Holunders © wikipedia - jetluf

Wann genau fängt der Sommer an? Der Deutsche Wetterdienst richtet sich beispielsweise nach ausgewählten Zeigerpflanzen des phänologischen Kalenders. Und dort ist nachzulesen: Der Sommer beginnt mit der Holunderblüten. Der frische, fruchtige Duft ist unverwechselbar und liegt zum Sommeranfang über Gärten und Gehölz. Aber nicht nur der Duft lässt das Herz von Holunderfans höher schlagen.

Dem Holunderstrauch wurden sowohl unheilvolle als auch heilvolle Eigenschaften nachgesagt. So galt der Holunder als Abwehrmittel gegen schwarze Magie und Hexen; Feuer und Blitzeinschlag; Schlangenbissen und Mückenstichen.

In prähistorischen Stätten konnte durch den Fund von Holundersamen die frühe menschliche Nutzung von Holunder belegt werden. In der Antike benutzte man den Holunder zum Schwarzfärben der Haare und Schriften dieser Zeit erwähnten ihn als Heilmittel. Holunderbeerensaft aber auch Tees aus Rinde und Blütenständen galten als probate Hausmittel gegen Erkältung, Nieren- und Blasenleiden sowie zur Stärkung von Herz und Kreislauf und finden bis heute Anwendung.

Heute werden die Blüten sowie die Beeren vielfältig genutzt. Kulinarischen Genüsse versprechen sowohl die Blüten im Frühsommer als auch die Beeren im Herbst. Klassiker sind: Holunderblütensirup, Holunderblütentee, Holunderblütenpfannkuchen, Holunderblütenlikör und –sekt. Und aus den Beeren lassen sich herrliche Säfte, Marmeladen, Gelees, Liköre oder Holunder-Glühwein fertigen.

 

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