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Die Erdkröte ist Lurch des Jahres 2012

© Beentree, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Die Erdkröte (Bufo bufo) wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zum Lurch des Jahres 2012 gewählt. Schon früh im Jahr werden Erdkröten aktiv. Die Hauptwanderung zum Laichgewässer beginnt oft schon Ende Februar.

Die Erdkröten legen durchschnittlich eine Distanz  von einem Kilometer Luftlinie zwischen dem Laichgewässer und dem Winterlebensraum zurück. Am Ziel angekommen, patrouillieren paarungsbereite Erdkrötenmännchen vor den Gewässern. Die ankommenden Weibchen werden meist schon vor Erreichen von den Männchen  fest umklammert. Der Klammerreflex der Erdkrötenmännchen ist legendär. Er beruht auf einem Instinktverhalten, das nur einen geringen Auslösereiz benötigt. Wenn erwachsene Männchen einen gewissen Hormonstatus erreicht haben, wird alles geklammert, was in Griffnähe ist.

Die Erdkröte ist fast in ganz Europa anzutreffen, außer in Island und Irland. Die große Population ist u.a. auf die Anspruchslosigkeit des Froschlurchs zurückzuführen. Die Erdkröte fühlt sich praktisch in jedem Tümpel wohl, ob kalkhaltiges Berg- oder saures Moorgewässer, sie legt ihre gallertartigen Laichschnüre überall hinein. Ähnlich erfolgreich wie ihre Besiedlung ist auch ihre Fortpflanzungsstrategie. Die Erdkröte produziert mit 3000 bis 8000 Eiern pro Weibchen eine riesige Menge an Nachkommen.

 

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